BMW i3 – „Die Zukunft ist jetzt“

Elektromobilität und die Zukunft von BMWi

geschrieben von Adrian Zimmer

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Elektromobilität – ein heiß diskutiertes Thema, dass trotz großer Kritik eine, vielleicht sogar DIE innovationstreibende Kraft in der Automobilindustrie darstellt. Die BMW Group konnte das Potential früh erkennen und positioniert sich heute mit zahlreichen Förderprogrammen und mit ihren BMWi und iPerformance Modellen als zentraler Akteur der deutschen und auch weltweiten Elektro- und Hybrid-Automobilindustrie.

 

Die Verkaufszahlen von elektrifizierten BMW Modellen sprechen für sich – mehr als 100.000 verkaufte Einheiten im Jahr 2017. Für dieses Jahr plant die BMW Group einen weltweiten Absatz von 140.000 Fahrzeugen – ein Wachstum, welches seines Gleichen sucht. Dies ist natürlich auch der steigenden Nachfrage geschuldet, da es BMW über die Jahre gelang, die Reichweiten der rein elektrischen Fahrzeugen immer näher an die der normalen Verbrennungsmotoren zu bringen. Doch trotzdem müssen BMW und die anderen Hersteller regelmäßig starken Gegenwind ertragen. Vor allem die Hybridkonzepte werden von den Endverbrauchern regelmäßig in Frage gestellt, da diese neben vielen Vorteilen leider einige Nachteile mit sich bringen. Vor- und Nachteile werden wir unten im Fazit abwägen. Unstrittig ist, dass Elektromotoren in Zukunft immer mehr die herkömmlichen Motoren ersetzen werden – nicht nur alleine wegen des CO2 Ausstoßes sondern auch aufgrund der Rohstoffknappheit. Doch der Weg zum massentauglichen Fahrzeug fordert noch viel Arbeit, technische Innovationen und Überzeugungskraft.

 

BMWs Integration in China

 

15 Jahre nun läuft die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Münchnern und dem chinesischen Unternehmen Brilliance. Aus diesem Grund wurde dieses Jahr das Joint-Venture mit Brilliance Automotive bis 2040 verlängert. Die Produktionsstätten in China gewinnen immer mehr an Relevanz – so möchte BMW drei Milliarden Euro in das Werk Shenyang investieren, das Werk Tiexi soll die Kapazität verdoppeln und das benachbarte Werk Dagong soll ausgebaut werden. Somit soll die Produktionskapazität auf 650.000 Einheiten im Jahr 2020 steigen – im vergangenen Jahr lag die Produktionsmenge bei 400.000. Ein Großteil davon bedient den chinesen Markt, welcher für BMW den größten Einzelmarkt darstellt. Die Verkaufszahlen übersteigen die von Deutschland und den USA zusammen – wow. Ein weiterer treibender Faktor für den steigenden Absatz auch im Plug-In-Hybrid Geschäft ist die ab 2019 eintretende “New Energy Vehicles” Quote in China, welche die Autohersteller verpflichtet, dass 10 % der verkauften Autos Hybrid- oder Elektrofahrzeuge sein müssen. Diese Quote steigt jährlich an – im Jahr 2020 liegt sie bei 12 Prozent. Harald Krüger beschreibt die zukünftige Entwicklung so: “Wir setzten unsere Wachstumsstrategie für China konsequent um. Mit kontinuierlichen Investitionen sowie der Entwicklung und Produktion elektrischer Fahrzeuge unterstreichen wir Chinas Bedeutung als dynamischen Wachstumsmarkt für uns […]”. Aktuell werden dort Modelle wie der iX3, 1er-Reiher Limousine, 3er-Reihe Limousine F35 mit kurzem und langem Radstand, X1 Lang und xDrive25Le, X3 und 5er-Reihe Lang hergestellt. Die genannten Fahrzeuge sind hauptsächlich auf dem chinesischen Markt verfügbar.

 

BMWi – nicht nur engagiert im Autobau

 

BMWs Mission: Führender Systemanbieter für Elektromobilität werden. Um dieses Ziel zu erreichen, investiert der Konzern nicht nur in die Entwicklung seiner Fahrzeuge, sondern vor allem in die dazugehörige Infrastruktur. Hier ein paar Zahlen, Fakten und Projekte:

 

  1. BMW i Hochvoltspeicher (Wird verwendet in Bootsantrieben z.B. Torqeedo, Nutzfahrzeugen z.B. Streetscooter, Stationärspeicheranwendungen
  2. ChargeNow, Service für öffentliches Laden, inzwischen mehr als 130.000 Ladepunkte in 32 Ländern
  3. UN Awards “MomentumForChange”, für das hohe Engagement in der Ladeinfrastruktur
  4. Über 25.000.000 Euro investiert, aus denen über 9.500 operative Ladepunkte entstanden
  5. BMW Wireless Charging, kabellose Ladetechnik, bei der das Auto über dem Ladegerät steht und lädt
  6. BMW Energy Services, kümmern sich um eine nicht nur lokal emissionsfreie Umwelt

 

 

"Elektromobilität hat für uns absolute Priorität." Harald Krüger

BMWi Modelle

 

Eine Namenssicherung lässt nur erahnen, welches Potential in den elektrifizierten Modellen der Zukunft steckt – i1 bis i9 und xi1 bis xi9 ließ sich der bayerische Konzern als Markennamen schützen. Momentan bietet BMW in Deutschland die elektrischen Modelle i3 und i8 Coupé/Roadster an und die Hybrid-Fahrzeuge 530e, 225xe Active Tourer und der 740e iPerformance mit kurzem und langem Radstand. Damit bedienen die Münchner schon viele Autoklassen. Doch schon für nächstes Jahr ist der MINI E geplant, welcher in der deutschen Kleinwagenklasse der Erste seiner Art wäre, für 2020 der iX3 und für 2021 der BMW iNEXT.

 

BMW i8

 

“Sportwagen und Elektromotor? Das geht nicht!” – so denken auch noch heute viele. Doch mit dem i8 konnte BMW ein Statement in der Sportwagenklasse setzen und das Gegenteil beweisen. Mit seinen 374 Pferdestärken beschleunigt der auch als Roadster verfügbare i8 in nur 4,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das Undenkbare – das Fahrzeug erfreut damit nicht nur die Herzen der Geschwindigkeitsfreaks, sondern schont dabei auch zumindest das Portemonnaie an der Tankstelle – mit einem kombinierten Durchschnittsverbrauch von nur 1,8 Litern schauen sogar die Kleinwagen dumm aus der Wäsche. Doch freut euch nicht zu früh – das Gesparte an der Tankstelle bringt einem leider wenig bei einem Bruttolistenpreis ab 138.000 €.

 

BMW i3

 

Der vollelektrische BMW i3 richtet sich im Gegensatz zu seinem großen i Bruder an die Masse. Das Design wurde am Anfang oft als gewöhnungsbedürftig beschrieben – doch wir verwenden lieber das Wort “futuristisch”. Natürlich hat er nicht die elegante Form einer Limousine oder die sportliche Ader der BMW M-Modelle, doch das soll er auch nicht. Der i3 soll herausstechen – und wenn man einmal mit ihm eine Spritztour macht, kommt auch die sportliche Identität zum Vorschein. Durch den 184 PS starken Elektromotor des i3s in Verbindung mit dem tief liegenden Fahrzeugschwerpunkt wirkt das Fahrzeug agil und flott. Und eine weitere Stärke ist seine neue Reichweite – bis zu 300 km schafft der elektrische BMW – allerdings nur ausreichend für mittlere Strecken und den normalen Stadtverkehr.

 

Fazit

 

Die Vorteile eines rein elektrischen Fahrzeugs sind schnell zu erkennen – lokal emissionsfrei fahren, geringe Betriebskosten, geringer Verschleiß und vergünstigte KFZ-Steuer. Doch dies alles bringt nichts, wenn man mit dem Fahrzeug nicht reibungslos längere Strecken zurücklegen kann. Zudem ist die Ladeinfrastruktur außerhalb von Großstädten unterentwickelt und die Ladezeiten müssen bei längeren Strecken mit einkalkuliert werden. Um zum Schrecken Aller – die Preise von Elektrofahrzeugen sind im Vergleich zur Verbrennermotoren wesentlich höher. Im Großen und Ganzen kann man sagen – massentauglich sind die Elektrofahrzeuge momentan noch lange nicht.

Um eine Übergangslösung zu finden, bieten die Autohersteller Hybridfahrzeuge an. Diese haben neben einem Verbrennermotor zusätzlich einen Elektromotor. Punkten tut dieser Antrieb vor allem in Großstädten und bei Kurzstrecken, da dort der Elektromotor den Antrieb übernehmen kann und somit kein Kraftstoff verbraucht wird. Doch um diesen Vorteil genießen zu können, zahlt man auch hier wesentlich mehr bei der Anschaffung – im Durchschnitt liegt der Preis 8.000 € über dem herkömmlicher Verbrennermodelle.

Doch die Autoindustrie, insbesondere BMW, investiert viel Zeit und Geld, um Elektromobilität umweltschonender und massentauglicher zu gestalten.

Wir denken, dass das Ziel noch lange nicht erreicht ist, wir uns aber auf dem besten Weg befinden, die Elektroflitzer für Jedermann zugänglich zu machen und nachhaltig im Automarkt zu etablieren. Wir bei VEHICULUM spüren eine Neuorientierung – Hybride und E-Autos wie der BMW i3 und der 530e iPerformance erfreuen sich großer Beliebtheit, erst recht, wenn Sie so günstig wie bei uns angeboten werden. Denn eines ist klar, der Preis wird großen Einfluss auf die Attraktivität der E-Mobilität haben.

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