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Amortisation

Amortisation – Was ist das?

Der Begriff Amortisation stammt vom französischen Wort amortir, zu Deutsch tilgen, ab und beschreibt einerseits die planmäßige Tilgung von Schulden in Raten bei allen Formen von Geldforderungen: Darlehen, Kredite und Anleihen. Andererseits beschreibt es den Vorgang, wenn Investitionen durch daraus resultierende Erträge gedeckt werden. Anschaffungskosten haben sich also dann amortisiert, sobald die durch die Anschaffung generierten Erlöse dieselbe Höhe haben wie die ursprünglich getätigte Investition.

Investitionen berechnen

In der Wirtschaftswissenschaft wird dann von Amortisation gesprochen, sobald eine Investition rentabel ist – also das Unternehmen durch die Investition auch Gewinn generiert. Aus diesem Grund wird vor einer Investition eine Amortisationsrechnung aufgestellt, die prognostiziert, ob sich eine Investition finanziell lohnt. Die Zeitspanne, bis eine Investition refinanziert ist, wird dabei Amortisationszeit genannt.

Wie berechnet man Amortisation?

Mit der folgenden Formal kann die Amortisationszeit in Jahren berechnet werden:

Kapital / Ertrag pro Jahr = Amortisationszeit in Jahren

Diese Berechnung kann entweder unter Berücksichtigung eventueller Zinserträge oder ohne deren Berücksichtigung aufgestellt werden. Wenn Zinserträge bei der Amortisationsrechnung berücksichtigt werden, dann handelt es sich um eine dynamische Amortisationsrechnung, ohne die Berücksichtigung von Zinsen ist es eine statische Berechnung.

Bei einer dynamischen Berechnung lautet die Formel dann entsprechend:

Anschaffungskosten / durchschnittlicher Gewinn = Amortisationszeit in Jahren

Amortisation bei Fahrzeugleasing

Beim Fahrzeugleasing bedeutet Amortisation, dass der Leasingnehmer durch die Leasingraten die Investitionskosten voll oder teilweise deckt – hier ist die Vertragsart entscheidend. Grundsätzlich ist es immer das Ziel, dass der Leasinggeber die gesamten Investitionskosten amortisiert. Sobald der Leasinggeber sämtliche Investitionskosten inklusive Zins- und Verwaltungskosten durch die Leasingraten während der Grundmietzeit deckt, handelt es sich um eine sogenannte Vollamortisation.

Bei Teilamortisation hingegen deckt der Leasingnehmer während der Grundmietzeit nur einen Teil der Kosten des Leasinggebers; um die volle Amortisation zu erreichen, werden weitere vertragliche Vereinbarungen getroffen.

  • Andienungsrecht
  • Kaufoption
  • Verlängerungsoption
  • Mehr- oder Mindererlösausgleich
  • Kilometer-Vertrag
  • Kündbarer Vertrag inklusive Abschlusszahlung
  • Anschlussleasingvertrag

Amortisation mit Abschreibung

Abschreibungen, die Wertminderungen von Anlagevermögen beschreiben, müssen bei einer dynamischen Amortisationsrechnung ebenfalls einberechnet werden. Wertminderungen haben große Auswirkungen auf die Amortisation. Das lässt sich anhand des folgenden Beispiels ganz einfach erklären: Abschreibungsfähige Wirtschaftsgüter verursachen über die Amortisationszeit hinweg Kosten durch beispielsweise Wartung oder Reparatur. Diese Kosten müssen vom Gewinn subtrahiert werden, was gleichzeitig die Amortisationszeit verlängert.

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