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Bruttolistenpreis

Was ist der Bruttolistenpreis eines Pkw?

Der Bruttolistenpreis, im Folgenden auch Listenpreis genannt, ist die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers. Um die private Nutzung eines Firmenwagens im Unternehmen mit der 1%-Regelung zu versteuern, benötigen Sie den Bruttolistenpreis inklusive der Kosten für werkseitige Sonderausstattungen.

Wo findet man den Bruttolistenpreis?

Der ADAC stellt eine Datenbank mit den Listenpreisen aktueller Fahrzeug-Modelle aller gängigen Autohersteller zur Verfügung. Sie können sich aber auch direkt an Ihren Autohändler wenden, um eine verlässliche Information zu erhalten. In vielen Fällen erhalten Sie vom Autohändler außerdem eine schriftliche Bestätigung, die Sie dann beim Finanzamt einreichen können.

Was ist Teil des Bruttolistenpreises?

Enthalten ist die werkseitige Sonderausstattung zum Zeitpunkt der Erstzulassung. Dazu gehören zum Beispiel ABS, Airbag, Autoradio, Diebstahlsicherung, elektronisches Fahrtenbuch, Klimaanlage und Navigationsgerät. Dagegen zählen Kosten für nachträgliche Umbauten, KFZ-Zulassungsgebühren, Autotelefon, Freisprechanlage, Überführungskosten und zusätzliche Reifen wie Winterreifen nicht zum Bruttolistenpreis. Eine häufig gestellte Frage ist, ob der Bruttolistenpreis mit oder ohne Umsatzsteuer berechnet wird. Wie der Name sagt, ist die Umsatzsteuer hier enthalten. Der Nettolistenpreis ist hingegen exklusive Umsatzsteuer.

Verwendung des Bruttolistenpreises?

Wird ein Dienstwagen auch privat verwendet, so ergibt sich daraus für den Arbeitnehmer ein geldwerter Vorteil in Form eines Sachbezuges. Dieser Sachbezug muss versteuert werden. Das kann anhand der tatsächlichen Nutzung des Fahrzeugs mittels eines Fahrtenbuches passieren. Alternativ können Sie die 1%-Regelung nutzen. Bei dieser Regelung wird 1% des Bruttolistenpreises auf den Bruttolohn des Arbeitnehmers aufgeschlagen und mitversteuert. Um den geldwerten Vorteil korrekt zu ermitteln und zu versteuern, muss der Listenpreis vorliegen. Der Preis wird dabei auf Hunderter abgerundet. Bei einem Preis von 47.560€ rechnen Sie also mit 47.500€. Neben der 1%-Regelung gibt es auch noch die 0,03%-Regelung für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. Wird auch hier pauschal versteuert statt nach Fahrtenbuch, wird der geldwerte Vorteil um 0,03% des Listenpreises pro Entfernungskilometer im Monat erhöht. Wenn Sie das Auto aber an weniger als 15 Tagen im Monat für diese Strecke nutzen, wird die Steuer über eine Tagespauschale abgegolten. Dabei müssen die tatsächlich gefahrenen Kilometer einzeln bewertet werden und mit 0,002% des Listenpreises zum Sachbezug gerechnet werden.