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Gewerbeleasing

Wenn Sie sich einen Firmenwagen zulegen wollen, stehen viele Entscheidungen an. Ein Neuwagen macht beim Kunden einen besseren Eindruck, ist aber teurer als ein Gebrauchtwagen. Ein Auto zu kaufen, lohnt sich oft. Dann müssen Sie aber hohe Anschaffungskosten aufbringen und sind zuständig für alle Reparaturen und ähnliches. Eine Finanzierung ist zwar günstiger als ein Sofortkauf, aber Sie tragen dennoch die alleinige Verantwortung für das Fahrzeug. Gewerbeleasing ist in den meisten Fällen die günstigste Lösung und hat viele Vorteile. Sie erhalten einen modernen Neuwagen, wählen die Laufzeit und können die Ausgaben vollständig von der Steuer absetzen.

Wie funktioniert Gewerbeleasing?

Beim gewerblichen Leasing zahlt der Leasingnehmer, also ein Unternehmen oder Gewerbetreibender, eine monatliche Rate und erwirbt dafür die Nutzungsrechte an einem Auto. Besonders die Steuerersparnis macht das gewerbliche Leasing so attraktiv. Die Zahlungen lassen sich als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen.

Wer kann Gewerbeleasing machen?

Unternehmen, Gewerbetreibende und selbstständige Freiberufler können Fahrzeuge zu Gewerbekonditionen leasen. Neben der gewerblichen Nutzung kann das Auto auch privat genutzt werden. Die private Nutzung muss allerdings mit der 1%-Regelung oder auf Basis eines Fahrtenbuches versteuert werden. Um einen Leasingvertrag zu erhalten, muss ein Unternehmen in der Regel seit mindestens sechs Monaten bestehen. Ist die Firma jünger, kann die Kreditwürdigkeit nur schwer eingeschätzt werden. Deshalb ist es für Startups oft schwer, ein Fahrzeug zu leasen. Aber auch in solchen Fällen ist Leasing möglich. Eine Kaution zu Beginn der Zahlung schützt bei Zahlungsausfall und reicht manchen Leasinggebern als Sicherheit.

Gewerbeleasing – Was wird benötigt?

Eine Bonitäts- beziehungsweise SCHUFA-Prüfung ist bei den meisten Leasinggebern unumgänglich, um die Kreditwürdigkeit festzustellen. Zusätzlich muss der Leasingnehmer eine Selbstauskunft ausfüllen, die in der Regel vom Leasinggeber bereitgestellt wird. Des Weiteren muss eine Kopie des Personalausweises und ein Auszug aus dem Handelsregister vorgelegt werden.

Warum ist Gewerbeleasing so günstig?

Beim gewerblichen Leasing können vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen sich die Umsatzsteuer, auch Mehrwertsteuer genannt, vom Finanzamt zurückholen. Damit sparen Sie sich 19% Steuern auf die monatliche Leasingrate. Die Leasingrate kann nämlich als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Die monatlichen Raten schmälern den Gewinn und damit den zu versteuernden Betrag.

Gewerbeleasing ohne SCHUFA

Für einen Leasingvertrag prüft der Leasinggeber die Bonität des Leasingnehmers, um sich sicher sein zu können, dass er seine monatlichen Zahlungen erhält. Die größte Auskunftei für Bonität ist die SCHUFA, bei der die meisten Bonitätsanfragen gestellt werden. Gewerbeleasing ohne SCHUFA ist grundsätzlich möglich, wenn ein Leasinggeber die Bonität bei einer anderen Auskunftei anfragt. Ein Leasingvertrag ohne Bonitätsauskunft ist in der Praxis selten. Es gibt Leasing-Agenturen, die sich auf das Leasing ohne SCHUFA spezialisiert haben und Angebote basierend auf Kriterien wie Einkommen, Beruf und familiärer Situation erstellen. Leasing ohne SCHUFA wird bei manchen Anbietern also durchaus angeboten – wir von VEHICULUM raten von solchen Angeboten aber ab.

Gewerbeleasing vs. Privatleasing

Beim privaten Leasing erhalten die Leasingnehmer keine Steuer vom Finanzamt zurück. Deshalb basieren die Angebote im privaten Leasing auf höheren Leasingraten. Aber auch unabhängig von der Umsatzsteuer sind die Angebote beim Privatleasing in der Regel höher. Da Privatpersonen die Kosten nicht absetzen können, gibt es keine so großen finanziellen Vorteile wie beim gewerblichen Leasing. Aber auch Privatkunden profitieren von der relativ kurzen Laufzeit und den aktuellen Neuwagen mit jedem neuen Vertrag. Welche weiteren Vorteile Privatleasing hat, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag.