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SCHUFA Eintrag

Wenn Sie eine Wohnung mieten, einen Kredit beantragen oder Ratenzahlung nutzen möchten, verlangt das Unternehmen häufig eine Bonitätsauskunft. Eine solche Auskunft kann von verschiedenen Auskunfteien erteilt werden, die bekannteste ist die SCHUFA (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung). Aber was ist überhaupt ein SCHUFA Eintrag und wie wird er beeinflusst?

Was ist ein SCHUFA Eintrag

Wirtschaftsauskunfteien wie die SCHUFA speichern Daten über Personen, die auf deren Kreditwürdigkeit schließen lassen. Dazu gehören unter anderem Informationen darüber, wann Kredite und Rechnungen bezahlt wurden. Eine Eintragung über solche Vorgänge in Ihrer Bonitätsauskunft heißt SCHUFA Eintrag. Die Einträge können positiv oder negativ sein und die Bonität entsprechend beeinflussen. Die Bonität wird als Score angegeben, je näher der Score an 100 ist, desto besser ist er.

Wie entsteht ein SCHUFA Eintrag?

Negative SCHUFA Einträge entstehen bei Zahlungsausfällen und unausgeglichenen Forderungen. Ein solcher Negativeintrag wird dann in der Bonitätsauskunft gespeichert. Dafür müssen beim Schuldner zwei schriftliche Mahnungen eingegangen sein, denen der Schuldner nicht widersprochen hat. Der Abstand zwischen den Mahnungen muss dabei vier Wochen betragen. In einer der Mahnungen muss ein negativer SCHUFA Eintrag angekündigt werden und natürlich darf die Forderung nicht beglichen worden sein, damit ein Eintrag rechtens ist. Es ist auch möglich, dass Sie einen negativen SCHUFA Eintrag bei einer Kreditanfrage bekommen. Sie können den Eintrag aber vermeiden, wenn Sie noch keinen Kredit anfragen, sondern sich nur informieren wollen. Dann sollten Sie darauf achten, dass Sie eine Konditionsanfrage statt einer Kreditanfrage stellen – diese erzeugt keinen SCHUFA Eintrag. Gut zu wissen: Es gibt auch positive SCHUFA Einträge, die den Großteil aller Einträge ausmachen. Zu diesen Positivmerkmalen zählen laufende und pünktlich bezahlte Verträge und fristgemäß bezahlte Kredite und Rechnungen. Sie können Ihren SCHUFA Score also bewusst positiv beeinflussen, indem Sie Ihre Rechnungen pünktlich zahlen und Kredite schnell und zuverlässig abbezahlen.

Was tun bei SCHUFA Eintrag?

Grundsätzlich sollten Sie bei Mahnungen und der Ankündigung eines SCHUFA Eintrages immer reagieren. Widersprechen Sie einer ungerechtfertigten Forderung und begleichen Sie gerechtfertigte Forderungen. So lassen Sie es gar nicht erst zu einem Negativmerkmal kommen.

Wann wird SCHUFA Eintrag gelöscht?

Sie können Ihren SCHUFA Eintrag nach Bezahlung nicht einfach löschen lassen. Wurde der Eintrag regulär vorgenommen, bleibt er für die normale Frist in Ihrer Bonitätsauskunft vermerkt. Die Frist beträgt in der Regel drei Jahre nach Begleichung der Schulden. Nur wenn die geschuldete Summe höchsten 2.000€ beträgt und Sie sie spätestens sechs Wochen nach der letzten Frist beglichen haben, können Sie den SCHUFA Eintrag löschen lassen. Einträge, die auf falschen oder veralteten Daten beruhen, können Sie jedoch sofort löschen lassen.

SCHUFA Eintrag bei Privatinsolvenz

Im Falle einer Privatinsolvenz können Sie die Löschung aller Einträge über offene Forderungen von Gläubigern beantragen, wenn Sie die Restschuldbefreiung erhalten haben. Auch wenn Sie die Forderungen beglichen haben, können Sie mit einem Nachweis die Löschung beantragen. Die Informationen über die Privatinsolvenz und die Restschuldbefreiung bleiben allerdings für etwa drei Jahre in der Bonitätsauskunft erhalten.

SCHUFA Eintrag bei Leasing

Um ein Auto zu leasen, bestehen viele Anbieter auf einer SCHUFA Auskunft. Da Sie als Leasingnehmer monatliche Raten zahlen, möchte sich der Leasinggeber absichern, dass er jeden Monat sein Geld erhält. Negative SCHUFA Einträge verringern deshalb die Chance auf einen Leasingvertrag. Aber auch befristete Arbeitsverträge können den SCHUFA Score negativ beeinflussen. Gut zu wissen: Dank der Datenschutz-Grundverordnung haben Sie das Recht, mehrmals im Jahr bei jedem Unternehmen, das Daten seiner Verbraucher speichert, eine kostenlose Selbstauskunftzu erhalten. Das gilt auch für Auskunfteien wie die SCHUFA. In der Selbstauskunft finden Sie alle Daten, die die Auskunftei über Sie gespeichert hat. So können Sie Ihre eigene Bonität besser einschätzen und falsche Daten korrigieren lassen, wenn Sie welche finden.