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Sonderzahlung

Es gibt zwei Arten von Sonderzahlungen: Zahlungen von Arbeitgeber an Arbeitnehmer wie Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld und Einmalzahlungen beim Leasing von Autos. In beiden Fällen geht es um Zahlungen mit höherem Wert, viel mehr haben sie aber nicht gemeinsam. Während die Leasing Sonderzahlung einmalig stattfindet, kann eine betriebliche Sonderzahlung mehrmals erfolgen.

Sonderzahlung Leasing

Beim Leasing ist es durchaus üblich, dass zu Beginn eine Anzahlung vom Leasingnehmer geleistet wird. Es gibt allerdings auch Leasing ohne Anzahlung, bei dem der gesamte Betrag auf die monatlichen Leasingraten verteilt wird.

Was bedeutet Sonderzahlung bei Leasing?

Eine Leasingsonderzahlung zahlt der Leasingnehmer zu Beginn der Vertragslaufzeit an den Leasinggeber. Mit dieser einmaligen Zahlung wird die monatliche Rate verringert: Je höher die Anzahlung ist, desto kleiner ist die Leasingrate. Beim Leasing ohne Anzahlung sind die monatlichen Raten am höchsten. An den Gesamtkosten ändert eine Sonderzahlung allerdings nichts, die Kosten werden nur anders verteilt.

Leasing Sonderzahlung - Wie buchen?

Die Leasingsonderzahlung wird als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten in die Bilanz des Leasingnehmers aufgenommen und linear über die Laufzeit aufgelöst. Beim Leasinggeber taucht die Sonderzahlung auf der Passivseite auf. Wenn Sie Ihren Gewinn anhand der Einnahmen-/Überschussrechnung ermitteln, können Sie die Sonderzahlung als Betriebsausgaben steuerlich geltend machen. Arbeitnehmer können die Kosten für ein beruflich genutztes Leasingfahrzeug als Werbungskosten geltend machen. Wird das Fahrzeug auch privat genutzt, darf nur der berufliche Nutzungsanteil der Sonderzahlung steuerlich geltend gemacht werden. Wenn Sie das Auto im Jahr der Anschaffung nur betrieblich nutzen, können Sie die Einmalzahlung in voller Höhe absetzen. Die rein betriebliche Nutzung muss mit einem Fahrtenbuch nachgewiesen werden. Es lohnt sich also, das Auto am Ende des Jahres anzuschaffen und es den Rest des Jahres rein betrieblich zu nutzen. Die Nutzung im nächsten Jahre ist in Bezug auf die Sonderzahlung nicht relevant.

Sonderzahlung von Arbeitgeber an Arbeitnehmer

Sonderzahlungen sollen in erster Linie der Mitarbeitermotivation dienen und Leistungen belohnen. Als Sonderzahlungen gelten zum Beispiel Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und Gewinnbeteiligungen. Aus dem Arbeitsrecht ergibt sich kein rechtlicher Anspruch auf Sonderzahlungen. Allerdings kann ein Anspruch entstehen, wenn die Auszahlung der Sonderzahlung im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag festgehalten wird oder drei Jahre in Folge mit dem exakt gleichen Betrag erfolgt. Im zweiten Fall liegt eine sogenannte betriebliche Übung vor, laut der der Arbeitnehmer aufgrund der Gewohnheit ein Recht auf die Auszahlung hat. Dies gilt aber nur, wenn der Arbeitgeber keinen Freiwilligkeitsvorbehalt im Vertrag festgehalten hat und der freiwillige Charakter der Zahlung auch sonst nirgends deutlich gemacht wurde. Ein solcher Anspruch kann gerichtlich durchgesetzt werden. Sonderzahlung: Wie versteuert man das? Die Sonderzahlung wird in dem Monat, in dem sie ausgezahlt wird, auf das reguläre Gehalt aufgeschlagen. Damit erhöht sich für den Monat das zu versteuernde Bruttogehalt des Arbeitnehmers, von dem mit den üblichen Prozentsätzen die Steuern abgezogen werden. Sie erhalten also die Sonderzahlung nicht in voller Höhe, sondern abzüglich Steuern.