Ist eine Anzahlung beim Leasing sinnvoll?

Eine Anzahlung oder Sonderzahlung zu Beginn des Leasingvertrages zu leisten ist eine weit verbreitete Methode und oftmals eine Grundvoraussetzung für den Abschluss eines Vertrages. Doch was genau ist eine Anzahlung und wie wirkt sie sich auf die Leasingvereinbarung aus?

Was ist eine Anzahlung?

Eine Anzahlung oder Sonderzahlung ist ein vertraglich vereinbarter Betrag, der einmalig zu Beginn geleistet wird. Die Höhe des Betrags liegt meistens meistens bei 10-30% des Listenpreises. Obwohl eine solche Sonderzahlung die monatliche Rate verringert und so das Angebot auf den ersten Blick attraktiver erscheint, verbessert sie nicht Ihr Angebot.

Es gibt Fälle, da ermöglicht eine Anzahlung erst das Leasing, viele Leasinggesellschaften genehmigen keine Verträge ohne diese Leistung. Jedoch ist diese Praxis nicht ausschließlich. Bei VEHICULUM sind alle Leasingangebote, ob gewerblich oder privat, ohne Anzahlung möglich.

Wozu dient die Anzahlung?

Eine Anzahlung führt zu zwei Dingen: Sie reduziert die monatliche Leasingrate und reduziert dadurch entsprechend das Risiko eines Zahlungsausfalls für die Leasinggesellschaft. Das Risiko wird durch die Sonderzahlung zu Beginn der Leasinglaufzeit verlagert – auf die leasingnehmende Seite.
Die wichtigste Variable beim Leasing ist der Wert bzw. Listenpreis des Autos. Im Falle einer Abweichung vom Vertrag oder einer vorzeitigen Kündigung dessen, bleibt die geleistete Anzahlung immer bei der Leasinggesellschaft. Die Anzahlung wird nicht an die Kundschaft zurückerstattet.

Die Verlagerung des Risikos auf die Kundin oder den Kunden führt nicht zu einem besseren Angebot, nur weil die monatliche Leasingrate niedriger ausfällt. Dies hat zwei Hauptgründe:

  1. Leasinggesellschaften bieten keine unterschiedliche Behandlung bei schlechterer oder besserer Liquidität; maßgeblich für das Leasingangebot ist die Kreditwürdigkeit, die durch ein positives SCHUFA-Scoring ausgedrückt wird. Selbst wenn das Zahlungsausfallrisiko durch eine hohe Liquidität niedriger ist, bleibt das restliche Angebot gleich bei gleicher Kreditwürdigkeit.
  2. Der stationäre Autohandel favorisiert die Anzahlung nicht. Dies liegt daran, dass die Provision der Hauptverdienst ihr Hauptverdienst ist. Neben dem Auto als Produkt selbst wird beim Leasing auch ein Finanzprodukt, ein Kredit, verkauft. Auch dafür werden dem Handel entsprechend Provisionen gezahlt. Je kleiner dieser verkaufte Kredit ist (der aufgrund der Anzahlung folglich niedriger ausfällt), desto kleiner fällt demnach die Provision aus, die dem Handel als Verdienst bleibt. Eine Anzahlung führt also auch hier nicht zu einem besseren Angebot. Händler haben entsprechend keinen Anreiz, einen großen Rabatt zu ermöglichen, wenn Sie eine hohe Anzahlung leisten wollen.

Nur in Sonderfällen kann es sinnvoll sein eine Anzahlung zu leisten.

Wann lohnt sich eine Anzahlung?

Nur in Sonderfällen, beispielsweise bei einem schlechten SCHUFA-Scoring, kann es sinnvoll sein eine Anzahlung oder Sonderzahlung zu Beginn zu leisten. Es gibt bereits Angebotsplattformen, die sich auf die Ermöglichung des Leasings ohne SCHUFA-Auskunft spezialisiert haben. Dieses Modell basiert auf der Absicherung der Leasinggesellschaft über die Anzahlung in gewisser Höhe. Denn bei schlechtem SCHUFA-Scoring ist das Risiko eines Zahlungsausfalls durch die leasingnehmende Seite wesentlich höher, basierend auf vorherigen Zahlungsmustern.

Es kann zudem den Sonderfall geben, dass ihr Wunschauto einen sehr hohen Zinssatz hat, weil es von Herstellerseite nicht subventioniert wird. Je höher der Zinssatz, desto attraktiver kann eine Vorleistung in Form einer Sonderzahlung oder Anzahlung sein, da sich die monatlich zu leistende Rate verringert und somit der zu zahlende Zins ebenfalls niedriger ausfällt. Allerdings ist dieses Szenario eher ein Ausnahmefall und unter Umständen ist ein Modellwechsel eher in Betracht zu ziehen.